Du gehst raus, deinen Neoprenanzug schon an, musst nur noch deine Maske aufsetzen, gehst die letzten paar Schritte bis zum Wasse-
Als du dich langsam vom Boot gleiten lässt spürst du, dass das Wasser nicht ansatzweise kalt ist und zuerst bist du noch darauf konzentriert ruhig durch deinen Schnorchel zu atmen.
Als du deinen Kopf unter Wasser tauchst siehst du erst nichts als ein klares Blau, du schwimmst ein paar Meter, immernoch ein bisschen unbeholfen mit den großen Flossen an deinen Füßen und dann, ganz plötzlich siehst du es vor dir.
Ohne große Ankündigung und vorallem ohne darauf vorbereitet zu sein. Du hast Fotos gesehen, viele Fotos, hunderte, tausende, aber keine Kamera der Welt könnte diesen einzigartigen Ort so darstellen, wie er in echt auf einen wirkt. Um dich herum ist es still, das einzige was du jetzt noch hörst ist dein eigener Atem.
Vor dir liegt das Great Barrier Reef, vermutlich das berühmteste Riff der Welt und jetzt weißt du wieso. Es gibt kaum Worte, die das Gefühl beschreiben, dass du fühlst, keine Worte die bescheiben könnten was du siehst. Du siehst Dinge, die du noch nie zuvor in deinem Leben gesehen hast. Fische und Korallen in allen erdenklichen Farben und Formen.
Obwohl du nur wenige Zentimeter unter der Wasseroberfläche bist, ist es als wärst du in einer anderen Welt. Und du merkst wie klein du doch bist, wie unwichtig du für die Welt doch bist und du merkst, dass alles was wirklich zählt ist, ob du glücklich bist.
Vor zwei Tagen habe ich zum ersten Mal in meinem Leben das Great Barrier Reef gesehen. Man könnte vielleicht denken, dass man nach diesem einen Mal genug davon hat, und sich denkt, man hätte alles gesehen, aber es ist das komplette Gegenteil. Der winzigen Teil des Riffs den ich gesehen habe, hat mich nur noch neugieriger auf den Rest gemacht und mich ein weiteres Mal davon überzeugt, meinen Tauchschein zu machen, jetzt wo ich die Chance habe ihn an einem so einzigartigen Ort wie hier zu machen.
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