Obwohl ich erst (oder sollte ich viel mehr sagen schon?) seit einem Monat in Australien bin, fühle ich mich, als hätte mir die Zeit schon so viel gebracht, als hätte ich schon so viel gelernt.
Ich habe gelernt, die einfachen Dinge wertzuschätzen und dass es nicht viel ist was man braucht um glücklich zu sein, aber dass man auch im Paradies unglücklich sein kann, dass einen nichts und niemand glücklich machen kann, wenn man nicht glücklich sein will.
Und das ein Paradies nicht immer wie ein Paradies aussehen muss.
Aber es wäre auch ein bisschen zu einfach bloß zu sagen, wir müssen nur wollen, obwohl es das eigentlich schon ziemlich gut trifft.
Wir müssen auch wollen dürfen und können und ich bin so unendlich dankbar dafür, dass ich konnte und durfte.
Es ist nicht so, dass man sich plötzlich verändert, nur weil man weg von Zuhause ist.
Als
ich hier angekommen bin war ich das gleiche Mädchen wie das, was in
Hamburg losgeflogen ist. Mit den gleichen Stärken und auch mit den
gleichen Schwächen und Problemen.
Aber mit der Zeit merkt man, dass man diese Schwächen überwinden muss, um die Zeit genießen zu können.
Man muss sich manchmal dazu zwingen, auf die Leute zuzugehen und sie anzusprechen, aber ich habe schnell gelernt, dass man eigentlich ziemlich wenig zu verlieren hat.
Ich habe auch gelernt, mich selbst dafür verantwortlich zu machen, wie ich mich fühle. Manchmal scheint es, als hätten alle um einen herum mehr Spaß und ein interessanteres Leben, als wären alle um einen herum glücklicher. ich kenne diese Gefühl auch.
Und selbst wenn das stimmt, selbst wenn deren Leben interessanter ist, (was meistenst nicht mal stimmt, wir versuchen doch alle nur unsere interessante, unsere lustige und spontane Seite zu zeigen) dann nur weil sie es sich interessant gemacht haben.
Ich habe gelernt, dass mein Leben nicht umbedingt interessanter wird, dass ich nicht umbedingt glücklicher bin, nur weil ich am anderen Ende der Welt bin.
Hier zu sein ist eine Chance, glücklich zu sein, aber ich bin diejenige, die herausfinden muss, was mich glücklich macht, diejenige, die diesen Weg gehen muss.
Aber das wichtigste was ich hier bisher gelernt habe ist, zu wissen wer ich bin und das zu lieben und zu akzeptieren wie es ist.
Allein das macht einen schon so viel glücklicher.
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