
Sonntag - 6.30, mein Wecker klingelt. Jeder normale Mensch würde um diese Uhrzeit noch schlafen, aber ich stehe auf und ziehe mich an. Ohne Frühstück geht es aus dem Haus. Meine Gastmutter Kim, ihre Mitbewohnerin Joy und ich sind auf dem Weg zum "Widow Maker", einem Berg, nur 5 Autominuten von unserem Haus. Es ist angenehm kühl, etwa 24° und der Himmel ist größtenteils bedekt, ein leichter Wind weht, perfektes Wanderwetter also. Dudley, unser Cockerspaniel, ist auch mit von der Partie, und wartet schon ungeduldig im Kofferraum darauf, dass es endlich losgeht. Angekommen springt er aufgeregt aus dem Auto und läuft ein paar Meter vor. Der Weg beginnt breit und flach und wird im Laufe der Zeit immer schmaler und steiler. Nach einer knappen halben Stunde machen wir kurz Pause um Fotos von der Aussicht zu machen, dann geht es weiter den Berg rauf. Auf dem Weg hoch treffen wir eine Handvoll Leute, die Kim alle zu kennen scheint. Auf dem letzten Stück wird es besonders steil und steinig und dann sind wir, nach einer weiteren halben Stunde, endlich angekommen.

Obwohl es nicht besonders heiß ist und die Sonne nicht scheint, bin ich ziemlich außer Atem und mein Tshirt ist nassgewitzt, aber all die Anstrengung hat sich gelohnt. Die Aussicht ist fantastisch. Am Boden sieht man Atherton, umgeben von Feldern und Regenwald. Nach weiteren Fotos und einer kurzen Pause geht es wieder runter. Der Abstieg ist deutlich weniger anstrengend und trotzdem schaffen Joy und ich es beide zu stolpern und uns die Knie aufzuschlagen, was Kim so lustig findest, dass sie garnicht mehr aufhören kann zu lachen und beschließt, ein Foto unserer Verletzungen zu machen. Wieder am Auto angekommen, ist Dudley kitschnass und sieht aus, als würde er schwarze Socken tragen. Wir machen eine Kaffeepause beim McCafe. Als wir wieder zuhause sind ist es gerade mal halb elf und ich fühle mich, als könnte ich direkt wieder schlafen gehen. Aber all die Anstrengungen haben sich auf jeden Fall gelohnt.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen